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Norbert Lohfink
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Norbert Lohfink
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(Bitte Urheberrechte beachten)

Norbert Lohfink SJ (* 28. Juli 1928 in Frankfurt am Main; † 23. September 2024 in MĂŒnchen) war ein deutscher römisch-katholischer Priester und Bibelwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Altes Testament. Von 1962 bis 1966 und von 1970 bis zu seiner Emeritierung 1996 hatte er den Lehrstuhl fĂŒr Exegese des Alten Testamentes der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main inne. Von 1966 bis 1970 lehrte er am PĂ€pstlichen Bibelinstitut in Rom.

Lohfink befasste sich schwerpunktmĂ€ĂŸig mit den biblischen BĂŒchern Deuteronomium und Kohelet, deren HauptĂŒbersetzer er in der EinheitsĂŒbersetzung (1980) war, und mit dem Buch der Psalmen. Er war ein Wegbereiter der Kanonischen Exegese und im jĂŒdisch-christlichen Dialog engagiert.

Norbert Lohfink stand der Katholischen Integrierten Gemeinde nahe, in der er den biblischen Volk-Gottes-Gedanken verwirklicht sah.

Contents

‱ Leben
‱ Ausbildung
‱ Promotion
‱ Werk
‱ Literatur
‱ Weblinks
‱ Nachruf

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Leben

FamiliÀrer Hintergrund

Norbert Lohfink wuchs in der Frankfurter Kuhwaldsiedlung (Bockenheim) und in Frankfurt-Gallus auf.cite-ref-1[1] Gerhard Lohfink (1934–2024), sein jĂŒngerer Bruder, beschrieb die Eltern als einfache Leute, die bewusst zu ihrem katholischen Glauben standen. Der Vater stammte aus einem Dorf in der Rhön und fand in einem großen Ausbesserungswerk der Eisenbahn seinen ersten Arbeitsplatz. „Das Milieu dort war rot“, KirchgĂ€nger waren Außenseiter.cite-ref-2[2] SpĂ€ter arbeitete der Vater als LokomotivfĂŒhrer.cite-ref-3[3] Die drei Kinder Norbert, Marianne und Gerhard lasen gern und viel, was von der Mutter nach KrĂ€ften unterstĂŒtzt wurde.cite-ref-4[4]

Die Pfarrgemeinde Sankt Gallus im Frankfurter Gallusviertel kennzeichnete Norbert Lohfink im RĂŒckblick auf seine Kindheit als „katholisches Milieu im besten Sinne“. Die Pfarrstunde und Messdienerstunde, als rein religiöse ZusammenkĂŒnfte im NS-Staat erlaubt, boten einen gewissen Ersatz fĂŒr das konfessionelle Jugendvereinswesen der Weimarer Republik.cite-ref-5[5] Als Frankfurt in der Endphase des Zweiten Weltkriegs Ziel schwerer alliierter Luftangriffe wurde, wurden die Geschwister Lohfink außerhalb der Großstadt bei Verwandten untergebracht. Norbert Lohfink kam nach Limburg an der Lahn.cite-ref-6[6]

Als jugendlicher Flakhelfer nutzte Norbert Lohfink die langen Wartezeiten zum Lesen. So war ihm sehr willkommen, dass seine Abiturklasse 1946 einen Deutschlehrer erhielt, der dem Freien Deutschen Hochstift angehörte, Brentanoforscher war und aktuelle Entwicklungen in der Literaturwissenschaft im Unterricht vermittelte.cite-ref-schwienhorst-sch-nberger-7-0[7]

Ausbildung

Am 15. April 1947 trat der achtzehnjĂ€hrige Abiturient in den Jesuitenorden ein und begann sein Noviziat im Schloss Eringerfeld,cite-ref-brodkorb-biogramm-8-0[8] das in den Nachkriegsjahren dem Orden zur Nutzung ĂŒberlassen war. WĂ€hrend der Ordensausbildung begleitete ihn die LektĂŒre von Rainer Maria Rilkes Duineser Elegien.cite-ref-schwienhorst-sch-nberger-7-1[7]

Norbert Lohfink studierte von 1949 bis 1953 an der Hochschule fĂŒr Philosophie MĂŒnchen und erwarb den Grad eines Lizenziaten der Philosophie. Er wechselte daraufhin zur Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, wo er bis 1957 studierte und den Grad des Lizenziaten der Theologie erlangte. Ein Semester verbrachte er am Institut Catholique de Paris. Lohfink erinnerte sich, dass er den ersten Band von Gerhard von Rads Theologie des Alten Testaments (1957) in Paris erwarb, sobald dieser dort erhĂ€ltlich war – und in einer Nacht durchlas.cite-ref-9[9] Auch Henri de Lubacs mehrbĂ€ndiges Werk ĂŒber den vierfachen Schriftsinn (ExĂ©gĂšse mĂ©diĂ©vale) nannte Lohfink spĂ€terhin als wichtige LektĂŒre seiner Studienzeit.cite-ref-schwienhorst-sch-nberger-7-2[7]

Am 30. Juli 1956 empfing Norbert Lohfink in Frankfurt die Priesterweihe.cite-ref-brodkorb-biogramm-8-1[8]

Von 1958 bis 1962 studierte er am PĂ€pstlichen Bibelinstitut in Rom, ein Semester auch am Jerusalemer Bibelinstitut. In Rom lernte Lohfink den Exegeten Augustin Bea – wie er selbst Jesuit – noch als Dozenten und PrĂŒfer kennen, bevor dieser zum Kurienkardinal ernannt wurde. Bea vertrat in seiner Vorlesung konservative Positionen, insbesondere zu Rudolf Bultmann, dessen Programm der Entmythologisierung und existentialen Bibelinterpretation er entschieden ablehnte. Lohfink wurde von Bea ĂŒber Bultmann geprĂŒft und riskierte es, die Meinung zu vertreten, man könne Bultmann von einem katholischen Standpunkt aus auch positiver bewerten. Er bestand die PrĂŒfung mit summa cum laude.cite-ref-10[10]

Der Albright-SchĂŒler, Hebraist und Ugaritologe Mitchell Dahood SJ beeinflusste mit seinen Hypothesen zur nordwestsemitischen Grammatik Lohfinks ersten Zugang zum hebrĂ€ischen Bibeltext, doch Lohfink entfernte sich bereits in seiner Studienzeit von Dahoods Prinzipien. Dahood lehrte am PĂ€pstlichen Bibelinstitut, war mit der Ausarbeitung seines großen Psalmenkommentars fĂŒr die Reihe Anchor Bible beschĂ€ftigt und hatte viel zum Buch Kohelet publiziert, mit dem Lohfink spĂ€ter als Übersetzer befasst war.cite-ref-11[11]

Die beiden Jesuiten William L. Moran und Luis Alonso Schökel waren die prĂ€genden Alttestamentler in Lohfinks römischer Studienzeit. Er nahm im Wintersemester 1959/60 an einem Hauptseminar Morans zum Buch Deuteronomium teil und referierte ĂŒber Darstellungskunst und Theologie in Dtn 1,6–3,29. Hier wurden die Weichen fĂŒr sein Promotionsthema und seine lebenslange schwerpunktmĂ€ĂŸige BeschĂ€ftigung mit dem Buch Deuteronomium gestellt.cite-ref-12[12]

Promotion

Lohfink promovierte 1962 am PĂ€pstlichen Bibelinstitut zum Dr. in re biblica mit einer Arbeit ĂŒber: Das Hauptgebot. Eine Untersuchung literarischer Einleitungsfragen zu Dtn 5–11. Dies beinhaltete die Auseinandersetzung mit Gerhard von Rad,cite-ref-13[13] insbesondere mit dessen Dissertation von 1929 (Das Gottesvolk im Deuteronomium). Lohfink widersprach von Rads 1938 aufgestellter Zentralthese einer FrĂŒhdatierung des sogenannten Kleinen geschichtlichen Credo (Dtn 26,5–9 ). Doch wĂŒrdigte er die durch von Rad 1929 eröffnete Diskussion um die Theologie des Deuteronomiums; dessen Theologie des Alten Testaments (zwei BĂ€nde 1957 und 1960) biete „heute vielleicht die beste Zusammenfassung der Ergebnisse.“cite-ref-14[14]

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Hauptartikel

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Dei verbum#Phasen der Textentwicklung

Die Fertigstellung von Lohfinks Dissertation fiel in die Anfangsphase des Zweiten Vatikanischen Konzils. Gegen Ende der ersten Sitzungsperiode (13. Oktober – 8. Dezember 1962) zeigte es sich, dass Kardinal Alfredo Ottaviani als Leiter der theologischen Vorbereitungskommission und Kardinal Augustin Bea als PrĂ€sident des Sekretariats fĂŒr die Förderung der Einheit der Christen mit ihrer jeweiligen AnhĂ€ngerschaft unter den KonzilsvĂ€tern gegensĂ€tzliche Positionen vertraten. Am 14. November begann die Diskussion ĂŒber das Konzilsschema De fontibus revelationis („Die Quellen der Offenbarung“). Dieser Text aus Ottavianis Kommission wĂ€re, wie Lohfink befĂŒrchtete, „ein ausgezeichnetes Mittel zur Verurteilung neuer theologischer Ansichten ĂŒber den Zusammenhang von Schrift und Tradition und neuerer Methoden und Ansichten in der katholischen Bibelwissenschaft“ gewesen.cite-ref-15[15] Bei den KonzilsvĂ€tern stieß dieses Schema auf lebhafte Kritik, angefangen mit dem Titel, der als sachlich unkorrekt zurĂŒckgewiesen wurde. Nach einer „recht tumultuösen Abstimmung“ entschied Papst Johannes XXIII. am 20. November, dass das Schema in einer Kommission neu erarbeitet werden sollte, die paritĂ€tisch mit zehn vom Papst ernannten Mitgliedern, zehn Mitgliedern der Theologischen Kommission und zehn Mitgliedern des Einheitssekretariats besetzt werden sollte.cite-ref-16[16]

Das PĂ€pstliche Bibelinstitut plante, einen Akzent zugunsten seines ehemaligen Rektors Bea zu setzen, und terminierte Lohfinks öffentliche Verteidigung seiner Dissertation auf den 22. November 1962. Lohfink fĂŒhrte im Atrium der PĂ€pstlichen UniversitĂ€t Gregorianacite-ref-17[17] einer sehr großen Zuhörerschaft vor, was moderne Bibelwissenschaft mit einem katholischen Profil leisten könne. Anwesend waren rund 400 Bischöfe und mehrere KardinĂ€le, die als UnterstĂŒtzer Beas galten, darunter Bernard Jan Alfrink, Julius Döpfner, Josef Frings, Paul-Émile LĂ©ger und EugĂšne Tisserant. Auch der Dominikaner Yves Congar als Konzilstheologe und Joseph Ratzinger als Berater des Kölner Kardinals Josef Frings waren im Publikum. Dieser öffentliche Auftritt Lohfinks wird als großer Erfolg fĂŒr Kardinal Bea und seine AnhĂ€ngerschaft interpretiert. Congar schrieb an diesem Abend in sein Tagebuch: „Das Konzil ist das Konzil Kardinal Beas“.cite-ref-18[18]

BibelĂŒbersetzung

In der „Übersetzungsfabrik“

Die Richtlinien fĂŒr eine neue und einheitliche BibelĂŒbersetzung (daher der Name: EinheitsĂŒbersetzung) fĂŒr den Gebrauch in den deutschsprachigen Diözesen der Römisch-katholischen Kirche wurden durch einen am 23. Mai 1962 gegrĂŒndeten Ausschuss festgelegt, der auch die Übersetzer berief.cite-ref-19[19] Norbert Lohfink stieß erst 1963 hinzu, weil der Bearbeiter der BĂŒcher Deuteronomium und Kohelet plötzlich gestorben war. Sein Pensum ĂŒbernahm Lohfink.cite-ref-20[20] RĂŒckblickend charakterisierte Lohfink die Übersetzungsarbeit, der er fast zwei Jahrzehnte verbunden blieb, als „eine Geschichte unglĂŒckseliger Konstellationen und verpasster Chancen“.cite-ref-21[21]

Die Erstellung eines offiziellen kirchlichen Bibeltextes war im römisch-katholischen Raum Neuland, weil Ă€ltere katholische BibelĂŒbersetzungen ins Deutsche Privatarbeiten gewesen waren. Die Übersetzer standen unter Zeitdruck, da Bibeltexte fĂŒr die volkssprachlichen liturgischen BĂŒcher möglichst schnell zur VerfĂŒgung stehen sollten. Lohfink bedauerte, dass keine Erfahrung mit der Organisation einer „Übersetzungsfabrik“ bestand, an der rund hundert Personen auf verschiedene Weise beteiligt waren. Die Arbeiten an der EinheitsĂŒbersetzung hĂ€tte aus seiner Sicht vom Austausch mit Eugene Nida, dem damaligen Leiter der internationalen Übersetzungsabteilung der United Bible Societies, erheblich profitieren können: „Er hĂ€tte uns sagen können, wie man es macht. Er hĂ€tte uns mit hunderten gleichzeitig arbeitender Übersetzungsteams in der ganzen Welt verbinden können. Aber damals, als unsere Entscheidungen fielen, wusste niemand von ihm, man hatte noch nicht einmal das nötige Problembewusstsein.“cite-ref-22[22]

Das Hebrew Old Testament Text Project

Nida leitete das von den United Bible Societies finanzierte Hebrew Old Testament Text Project. Es hatte zum Ziel, die praxisrelevanten Ergebnisse der Textkritik so aufzubereiten, dass sie von BibelĂŒbersetzern weltweit genutzt werden konnten. JĂ€hrlich traf sich von 1970 bis 1979 eine Gruppe von Spezialisten, die Nida benannt hatte, zu mehrwöchigen Arbeitssitzungen in Freudenstadt (einmal auch im schottischen St Andrews): Dominique BarthĂ©lemy, Alexander Reinard Hulst, William Duff McHardy, James A. Sanders, Norbert Lohfink und Hans Peter RĂŒger. Die Ergebnisse wurden in einem mehrbĂ€ndigen Preliminary and Interim Report von 1973 bis 1980 veröffentlicht; Lohfink war jeweils Mitautor.cite-ref-23[23] Ihm wurde bei seiner Mitarbeit am Hebrew Old Testament Text Project immer mehr bewusst, dass die Textgrundlage einer nicht privaten, sondern kirchlich verantworteten Übersetzung kein rekonstruierter hypothetischer Urtext sein könne, sondern nur ein „als kanonisch zu beurteilender Text“. Er rĂ€umte selbstkritisch ein: Der Verzicht auf die Herstellung eines solchen Urtextes „mithilfe nordwestsemitischer oder auch arabistischer semantischer Tricks“ habe ihn als Exegeten viel Überwindung gekostet.cite-ref-24[24]

Kohelet ĂŒbersetzen

Norbert Lohfink schĂ€tzte bei der Übersetzung des Buchs Deuteronomium die kontinuierliche sprachliche Beratung durch den Schriftsteller Heinrich Böll. Fachlich war ihm das Deuteronomium durch seine Promotion wohlvertraut. Er hatte aber auch die Übersetzung von Kohelet ĂŒbertragen bekommen. Die Einarbeitung in eine ganz andersartige biblische Schrift war aufwĂ€ndig. ZunĂ€chst machte sich bemerkbar, dass Lohfink ein SchĂŒler Dahoods gewesen war. Wie dieser stĂŒtzte er sich auf den reinen Konsonantentext und nahm sich die Freiheit, ihn neu zu vokalisieren. Im Zuge der Arbeit an Kohelet rĂŒckte er mehr und mehr von Dahoods Hypothesenbildung ab und nahm seine Neuvokalisierungen zurĂŒck. Fruchtbar war aber Dahoods Nutzung nordwestsemitischer Texte zum VerstĂ€ndnis des althebrĂ€ischen Textes. Beispielsweise lieferte die Ahiram-Inschrift Lohfink ein Vorbild dafĂŒr, „Haus der Ewigkeit“ in Koh 12,5 als Metapher fĂŒr das Grab zu verstehen.cite-ref-25[25]

Die vorhandenen Kommentare zu Kohelet zerlegten das Buch in einzelne Sentenzen. Das half Lohfink bei der Frage nicht weiter, wie das Buch aufgebaut war – fĂŒr den Übersetzer, der die „Scharniere“ in der Argumentation Kohelets erkennen wollte, eine unbefriedigende Situation. Immer wieder feilte er an der Struktur des Buchs, um Leitworte („Windhauch“, „Gewinn“) im Deutschen sinnvoll einzusetzen, Zitate und Selbstzitate kenntlich zu machen, poetische Passagen vom Prosatext abzusetzen.cite-ref-26[26] Der Ertrag dieser Überlegungen sind die in der EinheitsĂŒbersetzung vom Übersetzer hinzugefĂŒgten ZwischenĂŒberschriften, welche der Leserlenkung dienen.cite-ref-27[27]

Wichtige Diskussionspartner Lohfinks bei der sprachlichen Gestaltung der Kohelet-Übersetzung waren der TĂŒbinger Germanist und Altphilologe Wilfried Barner und der Michaelsbruder Gerhard Striebeck, der als evangelischer Pfarrer im Ruhestand an einer Übersetzung von James Joyce arbeitete.cite-ref-28[28]

Die HauptĂŒbersetzer und ihre Berater erstellten einen Text, der in Kommissionen von Liturgikern, Didaktikern und Kirchenmusikern auf seine Brauchbarkeit in Gottesdienst und Unterricht geprĂŒft wurde. Wenn sie einverstanden waren, benötigte der Text noch die Zustimmung der Bischöfe. Schließlich sollte die EinheitsĂŒbersetzung der offizielle Bibeltext der Kirche werden. Die Bischöfe delegierten die Aufgabe des Korrekturlesens an anonyme und fachlich nicht ausgewiesene Personen in ihrem Ordinariat, die nach GutdĂŒnken umformulieren konnten. Bestand der HauptĂŒbersetzer auf seinem Übersetzungsvorschlag, hatte er dies ausfĂŒhrlich schriftlich zu begrĂŒnden. Lohfink brachte Wochen mit der Abfassung von Gutachten zu, in denen er seine Kohelet-Übersetzung verteidigte. Nicht immer mit Erfolg: Lohfink wollte in Koh 10,1 , einem poetisch geformten Weisheitsspruch, hebrĂ€isch Ś©Ö¶ŚŚžÖ¶ŚŸ ŚšŚ•ÖčŚ§Ö”Ö·Ś— ĆĄĂŠmĂŠn rĂŽqeaáž„ (wörtlich: „Salbenbereiter-Öl“) mit WĂ€sser der ParfĂŒmerie ĂŒbersetzen, aber sachliche Korrektheit zĂ€hlte im Ordinariat zu Lohfinks Ärger mehr als eine Formulierung in gehobenem Deutsch.cite-ref-29[29] Deshalb lautet die Endfassung in der EinheitsĂŒbersetzung (1980): „Sterbende Fliegen – da stinkt sogar das (duftende) Öl fĂŒr die Schönheitspflege; / schwerer als Wissen und Geltung wiegt eine kleine Dummheit.“

Kohelet-Kommentar

FĂŒr die Kommentarreihe Neue Echter Bibel war angestrebt, dass jeder HauptĂŒbersetzer der EinheitsĂŒbersetzung das von ihm bearbeitete Buch kommentierte. Lohfink gab den Deuteronomium-Kommentar an Georg Braulik ab und widmete sich dem Kohelet-Kommentar, der 1980 als erster Band der Reihe veröffentlicht wurde: „Ich habe ihn parallel zu einer Kohelet-Vorlesung in Frankfurt und in einem ausgedehnten Sommer in Wangen im AllgĂ€u fast einfach so niedergeschrieben. Ich hatte noch alles im Kopf.“cite-ref-30[30] Hatte der letzte große Kommentar zu Kohelet aus der Feder von Aarre Lauha (in der Reihe BKAT, 1978) das Buch als resigniertes Fazit eines isolierten Intellektuellen interpretiert, so bot Lohfink einen Gegenentwurf: Das Buch Kohelet sei die kreative BewĂ€ltigung des Kulturzusammenstoßes von Hellenismus und Jerusalemer Weisheitstradition; der Buchautor denke den ewig kreisenden Kosmos der Antike und die biblische Theozentrik zusammen.cite-ref-31[31] Die Einleitung war auch als Vorabdruck in den Stimmen der Zeit zu lesen. Ihr zufolge stellte Kohelet fĂŒr manche Agnostiker eine „letzte BrĂŒcke zur Bibel“ dar. FĂŒr manche Christen sei er die „verrucht-geliebte HintertĂŒr“, um jene „skeptisch-melancholischen Empfindungen ins Bewusstsein“ einzulassen, die am Haupteingang christlicher RechtglĂ€ubigkeit abgewiesen wĂŒrden.cite-ref-32[32] Luis Alonso Schökel, der den Kommentar fĂŒr die vom PĂ€pstlichen Bibelinstitut herausgegebene Fachzeitschrift Biblica rezensierte, empfahl nachdrĂŒcklich die LektĂŒre der Einleitung, sowohl Lohfinks Vorschlag zur zeitgeschichtlichen Einordnung als auch die Überlegungen zur Relevanz fĂŒr den modernen Leser.cite-ref-33[33]

Integrierte Gemeinde

Gast, Referent, Mediator

Die (Katholische) Integrierte Gemeindecite-ref-35[35] war eine seit den 1960er Jahren bestehende apostolische Vereinigung von Laien und Priestern, der beide Lohfink-BrĂŒder nahestanden. Gerhard Lohfink gehörte zum inneren Kreis um die Initiatorin Traudl Wallbrecher und war neben Rudolf Pesch und Ludwig Weimer einer der Vordenker der Gruppe.cite-ref-36[36] Gerhard Lohfink und Rudolf Pesch verzichteten auf ihre Professuren fĂŒr Neues Testament zugunsten einer Wohn- und Lebensgemeinschaft in der Gemeinde.

Norbert Lohfink zog solche gravierenden Konsequenzen nicht. Erste Kontakte gab es im September 1973, als die Integrierte Gemeinde Vertreter der wissenschaftlichen Theologie zu einem mehrtĂ€gigen Symposium nach Urfeld (Marlene-Kirchner-Haus) und Wolfesing (GĂŒnter-Stöhr-Hof) eingeladen hatte. Die eingeladenen Theologen kritisierten, „daß eine konkrete Gemeinde behauptet, ihre Geschichte sei nicht nur eine menschliche Geschichte, sondern eine Geschichte der FĂŒhrung von Menschen durch Gott“.cite-ref-37[37] Norbert Lohfink hatte den Eindruck, dass die Integrierte Gemeinde „die Fakten mit ihrer Interpretation außerordentlich stark vermischt“.cite-ref-38[38]

Am 27. April 1974 hielt Norbert Lohfink einen Vortrag in der Eröffnungsmatinee der Festlichen Wochen, zu denen die Integrierte Gemeinde im April und Mai in ihr MĂŒnchener Gemeindezentrum einlud.cite-ref-39[39] In der Ă€sthetisch sorgfĂ€ltig gestalteten Veranstaltungsreihe stellte sich die Integrierte Gemeinde der Öffentlichkeit unter anderem mit Kunstprojekten und Fotografien aus ihrem Gemeinschaftsleben vor. Norbert Lohfink beeindruckte eine Tonbildschau mit dem Titel Die neue Stadt. Darin veranschaulichen Beispiele aus Bibel und Kirchengeschichte das „biblische Prinzip der kleinen Zahl“. Es sind demnach immer wieder kleine Gruppen, die im Sinne Gottes etwas bewirken.cite-ref-40[40]

Bereits Anfang der 1970er Jahre waren Beschwerden ĂŒber die MĂŒnchener Integrierte Gemeinde beim Erzbistum MĂŒnchen und Freising anhĂ€ngig; der damalige Generalvikar Gerhard Gruber notierte 1973: „BeeintrĂ€chtigung der Freiheit der Mitglieder, Trennung von Familien, berufliche und finanzielle AbhĂ€ngigkeit und die unchristliche Behandlung Ausgetretener.“cite-ref-41[41] 1975 beauftragten Johannes Joachim Degenhardt als Kapitularvikar der Erzdiözese Paderborn und die Integrierte Gemeinde Norbert Lohfink damit, zwischen der MĂŒnchener Integrierten Gemeinde und dem MĂŒnchener Ordinariat zu vermitteln, um MissverstĂ€ndnisse auszurĂ€umen. Nachdem dies gelungen war, sollten weitere GesprĂ€che eine kirchliche Anerkennung der Gemeinden durch die jeweiligen Ortsbischöfe in die Wege leiten.cite-ref-42[42]

Die Integrierte Gemeinde im Erzbistum MĂŒnchen und Freising erhielt durch Döpfners Amtsnachfolger Kardinal Joseph Ratzinger 1978 die kirchliche Approbation. Die Erzdiözese Paderborn folgte. Damit entstand die fĂŒr die Integrierte Gemeinde kennzeichnende Struktur einer Konföderation von Einzelgemeinden, die auf Diözesanebene mit unterschiedlichem Rechtsstatus errichtet worden waren, wĂ€hrend in der Außendarstellung vereinfacht von einer Integrierten Gemeinde mit rund 1000 Mitgliedern in mehreren LĂ€ndern die Rede war.cite-ref-43[43]

Kirche als „Kontrastgesellschaft“

Im Jahr 1982 veröffentlichten sowohl Gerhard Lohfink (Wie hat Jesus Gemeinde gewollt?) als auch Norbert Lohfink (KirchentrĂ€ume) programmatische Schriften, die biblische Impulse fĂŒr die Erneuerung der Kirche als Kontrastgesellschaft gaben. Diese erreichten mehrere Auflagen. Norbert Lohfink bezeichnete die Kirche mit einem nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil außer Gebrauch geratenen Begriff als Societas perfecta. Er schlug vor, diese traditionelle Bezeichnung der katholischen Ekklesiologie nicht als „vollkommene“, sondern als „vollausgestattete Gesellschaft“ zu ĂŒbersetzen.cite-ref-44[44]

Der Chefredakteur der Herder Korrespondenz, David Seeber, kritisierte 1984 in einem Leitartikel den „vornehmlich von Theologen und Exegeten, die der ‚Integrierten Gemeinde‘ nahestehen“, neu eingefĂŒhrten Begriff Kontrastgesellschaft. Namentlich nannte er die BrĂŒder Lohfink. Seeber beurteilte die Rede von Kirche als Gesellschaft als „ein grundlegendes MißverstĂ€ndnis von Kirche 
 Eine Gegengesellschaft kann nur die Tendenz haben, die Gesellschaft, der sie sich entgegensetzt, zu ĂŒberwinden bzw. aufzusaugen. Oder es kommt zu dem 
 MißverstĂ€ndnis, die Kirche könne als resakralisierte Glaubensgemeinschaft 
 am besten in Gestalt einer Sekte ĂŒberleben“.cite-ref-45[45]

Gerhard und Norbert Lohfink antworteten in einer Zuschrift, die die Herder Korrespondenz abdruckte: gerade das Wort Kontrastgesellschaft sei geeignet, „die neue Dimension der Kirchenerfahrung, die uns völlig unerwartet in der Integrierten Gemeinde begegnet war“ und die sie dann „mit dadurch erst geöffneten Augen“ in der Bibel und in der kirchlichen Tradition entdeckt hĂ€tten, zu bezeichnen.cite-ref-46[46] Sie seien nicht bereit zu akzeptieren, dass die Kirche sich damit begnĂŒge, ein fĂŒr Religiöses und Transzendentes zustĂ€ndiges Subsystem innerhalb der individualistischen bĂŒrgerlichen Gesellschaft zu sein. Vielmehr gehe die Erlösung bei den Personen, die von ihr ergriffen werden, „bis in die Wurzeln des Menschseins – und das ist untrennbar auch gesellschaftliches Sein“.cite-ref-47[47] Es sei konsequent, dass dadurch „immer mehr Bereiche der Welt ergriffen und neu geformt werden: Familie, Wohnung, Handwerk, Kunst, Freizeit, Fest, Kommunikation, Wirtschaft“.cite-ref-48[48]

Konkret hieß das: Die Integrierte Gemeinde entwickelte Formen gemeinsamen Wirtschaftens; sie hatte eine eigene Bank, eine eigene Apotheke, eigene Arztpraxen, eigene Anwaltskanzleien und mehrere Betriebe. Von den Mitgliedern wurde erwartet, dass sie einen großen Teil ihres Einkommens an die Gemeinde ĂŒberwiesen bzw. in von der Gemeinde unterstĂŒtzte AktivitĂ€ten investierten.cite-ref-49[49]

Grußwort 2003

Die Katholische Integrierte Gemeinde erwarb in den 1990er Jahren mit erheblichen Mitteln die Villa Cavalletti bei Rom als internationales Tagungshaus. Norbert Lohfink verfasste anlĂ€sslich der Eröffnung der dortigen Akademie fĂŒr die Theologie des Volkes Gottes 2003 ein Grußwort. Er beschrieb rĂŒckblickend, was ihn an der Integrierten Gemeinde faszinierte: Bereits bei seiner Promotion hatte er sich mit dem Volk-Gottes-Gedanken im Buch Deuteronomium beschĂ€ftigt und es begrĂŒĂŸt, dass dieser im Zweiten Vatikanischen Konzil zentrale Bedeutung fĂŒr die römisch-katholische Ekklesiologie erhielt. Die Rezeption in den Jahren nach dem Konzil enttĂ€uschte ihn. Vom Volk Gottes sei oft „banal“ die Rede gewesen, wenn „billige Demokratisierungsprozesse und antirömische Affekte“ begrĂŒndet werden sollten; die „biblische Brisanz“ habe sich so nicht entfalten können. „Umso wunderbarer war deshalb dann meine Begegnung mit der Integrierten Gemeinde. Da wurde endlich das, was ‚Volk Gottes‘ von der Bibel her sagt, unter Menschen von heute erfahrbar.“cite-ref-50[50]

Die bereits Anfang der 1970er Jahre erhobenen VorwĂŒrfe gegen die Integrierte Gemeinde verstummten auch nach der Jahrtausendwende nicht. Kardinal Reinhard Marx veranlasste deshalb 2019 eine kanonische Visitation. Nachdem der Abschlussbericht der Visitatoren vorlag, löste er diesen öffentlichen kirchlichen Verein im November 2020 in der Erzdiözese MĂŒnchen und Freising auf;cite-ref-51[51] andere Diözesen folgten.

LehrtĂ€tigkeit in Frankfurt, Rom – und wieder Frankfurt

Norbert Lohfink lehrte von 1962 bis 1966 Exegese des Alten Testamentes an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main, die in jesuitischer TrÀgerschaft steht.

Von 1966 bis 1970 lehrte Lohfink am PĂ€pstlichen Bibelinstitut in Rom. Er machte, wie es ĂŒblich war, 1966 einen Antrittsbesuch bei seinem einstigen akademischen Lehrer, dem mittlerweile 85-jĂ€hrigen Kardinal Augustin Bea. In einem Lohfink beeindruckenden GesprĂ€ch schilderte ihm dieser seine langjĂ€hrige TĂ€tigkeit als Bibelwissenschaftler „als einen Gang durchs Dunkel, als Hoffnung wider alle Hoffnung, die aber nicht zuschanden wurde. Wie Abraham bekam er noch im hohen Alter die ErfĂŒllung zu sehen“, weil sich nĂ€mlich, so Lohfink, nach dem Konzil „alles geĂ€ndert hat und unsere Bibelwissenschaft in unserer Kirche endlich frei ist.“cite-ref-52[52]

In Rom lernte Lohfink den Schweizer Benediktiner Notker FĂŒglister kennen, wie er selbst ein junger Professor fĂŒr Exegese des Alten Testaments, dem die inhaltliche Umsetzung der Konzilsvorgaben zur Bibelwissenschaft aufgegeben war. Lohfink und FĂŒglister verband der Kampf fĂŒr den „ganzen Psalter“ im Stundengebet. Sie verloren ihn: Aus pastoralen GrĂŒnden wurden einzelne Fluchpsalmen und anstĂ¶ĂŸigen Verse gestrichen, da diese Bibeltexte fĂŒr die Diözesanpriester und das ganze Gottesvolk nicht nachvollziehbar seien;cite-ref-53[53] Papst Paul VI. hatte kraft pĂ€pstlicher AutoritĂ€t die Tilgungen aus dem Stundengebet durchgesetzt.cite-ref-54[54]

Am PĂ€pstlichen Bibelinstitut wurde der Wiener Benediktiner Georg Braulik Lohfinks akademischer SchĂŒler. Lohfink wurde nach wenigen Jahren in Rom klar, dass er nach seinen eigenen „GrundsĂ€tzen lebend und arbeitend, eine Wissenschaftlerexistenz in Rom offenbar nicht durchhalten“ konnte.cite-ref-55[55] Er kehrte 1970 nach Sankt Georgen zurĂŒck, wo er bis zu seiner Emeritierung 1996 lehrte.

Die Katholisch-Theologische FakultĂ€t der UniversitĂ€t Wien verlieh Lohfink 1993 das Ehrendoktorat. Im gleichen Jahr erschien anlĂ€sslich von Lohfinks 65. Geburtstag die von Georg Braulik, Walter Groß und Sean McEvenue herausgegebene Festschrift unter dem Titel: Biblische Theologie und gesellschaftlicher Wandel.

Nach der Emeritierung

Norbert Lohfink lebte auch nach seiner Emeritierung weiter in der JesuitenkommunitĂ€t von Sankt Georgen. Mit Braulik arbeitete er an einem Deuteronomium-Kommentar fĂŒr die englischsprachige Reihe Hermeneia (Fortress Press, Minneapolis). Er war Mitarbeiter an den von Braulik geleiteten FWF-Projekten Analytische Bibliographie zum Buch Deuteronomium (1996–1998 und 1998–2000)cite-ref-56[56] und Neubearbeitung der Sprach- und Stilcharakteristika des Buches Deuteronomium (2010–2012).cite-ref-57[57]

Seit 2021 lebte Norbert Lohfink in der SeniorenkommunitĂ€t Pedro Arrupe der Jesuiten in Unterhachingcite-ref-58[58] bei MĂŒnchen. Er starb am 23. September 2024cite-ref-59[59] in einem MĂŒnchner Krankenhaus, nachdem erst ein knappes halbes Jahr zuvor Anfang April 2024 sein jĂŒngerer Bruder, der bekannte Neutestamentler Gerhard Lohfink, unweit von MĂŒnchen verstorben war.

Werk

Arbeiten zum Deuteronomium

Das biblische Buch Deuteronomium hat in seinem hebrĂ€ischen Original eine besondere Ă€sthetische QualitĂ€t. Es handelt sich um rhetorische Kunstprosa, die den Hörer des Vortrags durch sprachliche Mittel beeindruckt. Bereits in einer seiner frĂŒhesten Veröffentlichungen wies Lohfink darauf hin: „Der deuteronomische Stil – charakteristisch durch die rhythmische Sprache, die den Sinn ĂŒberrollenden Binnenreime, die breit dahinwogenden Perioden, schließlich durch die unermĂŒdlichen Wiederholungen formelhafter Wortverbindungen: dieser warm andrĂ€ngende, bisweilen rauschende Stil der levitischen Predigt macht die Sprache weithin zur Musik. Indem man lauscht, wird man getragen, weitergezogen.“ In einer gewissen Spannung zum rhetorischen Aufwand stehe die prĂ€zise Formulierung der oft juristischen Inhalte: „Wo im Ohr des Neulings nur sprachliche Musikkaskaden rauschen, soll der Kenner die zur DurchfĂŒhrung kommenden Themen und Motive genau unterscheiden.“cite-ref-60[60]

Die Dissertation Das Hauptgebot. Eine Untersuchung literarischer Einleitungsfragen zu Dtn 5–11 (gedruckt 1963) machte diese stilistischen Beobachtungen fruchtbar. WĂ€hrend Lohfink in der Gattungskritik an Gerhard von Rad und Klaus Baltzer anknĂŒpfte, brachte er mit seiner „bisher in dieser Weise auf alttestamentlichem Gebiet kaum durchgefĂŒhrte[n] Stilanalyse“, Impulse von Luis Alonso Schökel aufnehmend, die Forschung voran – so der Rezensent Otto Kaiser.cite-ref-61[61]

Lohfink behandelte die Entstehungsgeschichte des Textes vor allem redaktionskritisch, doch ist ein Interesse am Endtext, d. h. die synchrone Betrachtung in seinen Arbeiten frĂŒh feststellbar. In Zusammenarbeit mit Georg Braulik, der 1973 seine von Lohfink betreute Dissertation ĂŒber rhetorische Stilmittel in Dtn 4 abschloss, entstanden im Lauf der Jahre zahlreiche Studien zum sprachlichen und literarischen Stil des Deuteronomiums sowie zu theologischen und juristischen Konzeptionen des Buchs und seine Einbettung in grĂ¶ĂŸere literarische ZusammenhĂ€nge. WĂ€hrend sich Lohfink schwerpunktmĂ€ĂŸig mit den Anfangs- und Schlusskapiteln des Deuteronomiums befasste, legte Braulik vor allem Untersuchungen zum zentralen Gesetzeskorpus vor, mit einem besonderen Akzent auf den liturgischen Festen Israels. Braulik kommentierte das Deuteronomium fĂŒr die Neue Echter Bibel und den Stuttgarter Kleinen Kommentar und machte so die gemeinsam mit Lohfink vertretenen Forschungspositionen einem grĂ¶ĂŸeren Publikum bekannt.cite-ref-62[62]

Das Siegeslied am Schilfmeer (1965)

Der Sammelband enthÀlt VortrÀge Lohfinks aus den Jahren 1962 bis 1964, die vor dem Hintergrund des Zweiten Vatikanischen Konzils die Rezeption alttestamentlicher Texte in der christlichen Kirche erörtern.

So geht es bei dem namengebenden Siegeslied am Schilfmeercite-ref-63[63] um den in der Liturgie der Osternacht rezitierten archaischen Hymnus Ex 15,1–19 . Lohfink nahm eine „Offenheit der hymnischen ErzĂ€hlung“ an: sie bleibe nicht begrenzt auf das einmalige Geschehen am Schilfmeer, sondern wiederhole sich immer dort, wo Israel von JHWH durch Todesgefahr hindurch gerettet wird. Das begrĂŒnde die christliche Rezeption des Hymnus, der ihn auf Christi Tod und Auferstehung und auf die Taufe als individuelle Teilhabe am Geschick Christi bezieht. Lohfink urteilte, dass „von einer wirklich zu Ende gefĂŒhrten modernen Exegese her gegen die typologische Verwendung des Moseliedes in unserer Osternachtsliturgie nichts mehr eingewendet werden kann.“cite-ref-64[64]

Unter dem Titel Irrtumslosigkeitcite-ref-65[65] thematisierte Lohfink die Krise der traditionellen römisch-katholischen Bibelhermeneutik. Sie hatte vorausgesetzt, dass die biblischen BĂŒcher von wenigen berĂŒhmten heiligen MĂ€nnern (den Hagiographen) jeweils in einem großen Wurf niedergeschrieben worden waren, um in dieser Endgestalt dann durch die Jahrhunderte tradiert zu werden. Irrtumslosigkeit des inspirierten Hagiographen und Irrtumslosigkeit des biblischen Buchs waren gleichbedeutend. Die historisch-kritische Forschung zerstörte die traditionelle Annahme, Mose habe die FĂŒnf BĂŒcher Mose geschrieben, Josua das Buch Josua usw. Es war unbefriedigend, sich vorzustellen, dass all die Unbekannten, die an diesen Texten mitgewirkt hatten, irrtumslos gewesen seien. Auch eine Irrtumslosigkeit des jeweiligen Endredaktors war wenig ĂŒberzeugend. Lohfink betonte, dass nur die Bibel „als Einheit und Ganzheit irrtumslos“ sei, die einzelne biblische Aussage partizipiere daran in dem Maße, wie sie zum SinngefĂŒge der ganzen Bibel beitrage.cite-ref-66[66] Und umgekehrt: Wer historisch-kritisch eine Ă€ltere Sinnschicht eines biblischen Buchs herausprĂ€pariere, ohne sie in den Horizont der ganzen Bibel (und damit des Christusereignisses) zu stellen, leiste wissenschaftlich vielleicht gute Arbeit, „darf aber nicht ohne weiteres fĂŒr die resultierende Aussage Irrtumslosigkeit beanspruchen.“cite-ref-67[67]

Bibelauslegung im Wandel (1967)

Die in diesem Sammelband vereinigten Artikel entstammen den Jahren 1965 und 1966, also der Endphase des Konzils und der Zeit unmittelbar danach. Der Untertitel lautet: Ein Exeget ortet seine Wissenschaft. Lohfink erlĂ€uterte im Vorwort, was er mit „Ortung“ meinte: Die Interventionen des kirchlichen Lehramts in der Bibelwissenschaft können seines Erachtens nur Notfallmaßnahmen sein. Die alltĂ€gliche „Navigation“ leiste das Fach selbstĂ€ndig: im wissenschaftlichen GesprĂ€ch, in der Reflexion des Exegeten ĂŒber seine eigene Methodik und in der Kommunikation seiner Ergebnisse an ein breiteres Publikum.

Unter dem Titel Methodenprobleme eines christlichen „Traktats ĂŒber die Juden“cite-ref-68[68] befasste sich Lohfink kritisch mit der sechsten These der Konferenz von Seelisberg (1947): „Es ist zu vermeiden, das Wort ‚Juden‘ in der ausschließlichen Bedeutung ‚Feinde Jesu‘ zu gebrauchen 
“ – und gab zu bedenken: Das Johannesevangelium tut genau das. „Christen beginnen, eine den Evangelien nicht entsprechende Sprachregelung einzufĂŒhren, [legen aber] ĂŒber die andersartige Sprache der Evangelien 
 den Mantel des Schweigens 
“cite-ref-69[69] Hinter der Seelisberger These stehe die Feststellung des Historikers: die Beziehungen zwischen dem Juden Jesus von Nazareth und seinem jĂŒdischen Umfeld waren komplex und sind nicht pauschal als „Feindschaft“ zu bewerten. Lohfink fragte, ob christliche Theologen als Historiker die LebensverhĂ€ltnisse des Nazareners rekonstruieren wollen oder ob sie biblische Texte auslegend zur Sprache bringen wollen; er plĂ€dierte fĂŒr letzteres.cite-ref-70[70] „Der auszulegende Text bestimmt das Thema der Auslegung,“ bezogen auf das Johannesevangelium: „die Juden“ im Sprachgebrauch des Evangelisten sind nicht die jĂŒdische Bevölkerung im Umfeld Jesu, sondern „ReprĂ€sentanten der gottentfremdeten Welt“, vielleicht auch die christlichen Bibelleser selbst.cite-ref-71[71] Lohfink sah das Problem, dass Katholiken im Zuge der Bibelbewegung vermehrt die Evangelien lesen und dort auf negative Urteile ĂŒber „die PharisĂ€er“, das „ganze Volk“ und „die Juden“ stoßen. Die Katechese solle sich aber nicht auf „Erhellung der gefĂ€hrlichen Stellen“ beschrĂ€nken. Lohfink empfahl die „Flucht nach vorn“, indem man „jedem Christen zum Neuen auch noch das Alte Testament in die Hand drĂŒckt.“ Was dort ĂŒber die wechselvolle Beziehung Gottes zu seinem erwĂ€hlten und bleibend geliebten Volk steht, bringe die „Judenaussagen“ des Neuen Testaments ins Lot.cite-ref-72[72]

Der niemals gekĂŒndigte Bund (1989)

Diese Studie Lohfinks unternimmt eine exegetische KlĂ€rung der von Papst Johannes Paul II. erstmals am 17. November 1980 in Mainz aufgestellten und dann mehrfach bekrĂ€ftigten These: „Die Begegnung zwischen dem Gottesvolk des von Gott nie gekĂŒndigten (vgl. Röm 11,29 ) Alten Bundes und dem des Neuen Bundes ist zugleich ein Dialog innerhalb unserer Kirche, gleichsam zwischen dem ersten und zweiten Teil ihrer Bibel.“cite-ref-73[73]

Impulse aus diesem Beitrag Lohfinks zum jĂŒdisch-christlichen Dialog gingen in die Verlautbarung der PĂ€pstlichen Bibelkommission Das jĂŒdische Volk und seine Heilige Schrift in der christlichen Bibel (24. Mai 2001) ein.cite-ref-74[74]

Psalmengebet und Psalterredaktion (1992)

Gemeinsam mit Notker FĂŒglister und vergeblich hatte sich Norbert Lohfink in den Jahren nach dem Konzil dafĂŒr eingesetzt, das ganze Buch der Psalmen im Stundengebet zu rezitieren, ohne einzelne Psalmen und einzelne Verse wegzulassen, weil sie fĂŒr den christlichen Beter nicht nachvollziehbar seien. Ihm lag am ganzen Psalter so viel, weil er ihn als fortlaufend gemurmelten Meditationstext sowohl im Judentum in hellenistisch-frĂŒhrömischer Zeit als auch im frĂŒhen christlichen Mönchtum verstand. Dies legte er in dem Artikel Psalmengebet und Psalterredaktion 1992 dar,cite-ref-75[75] der in der Forschung zum Buch der Psalmen stark rezipiert wurde. Inwiefern aufeinanderfolgende Psalmen durch Stichwortverbindungen verkettet sind (concatenatio), wurde beispielsweise von Erich Zenger und Frank-Lothar Hossfeld in ihrem endtextorientierten Psalterkommentar in der Reihe Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament im Detail dargestellt.

FĂŒr den MĂŒnsterschwarzacher Psalter, eine vor allem im benediktinischen Raum verbreitete PsalmenĂŒbersetzung, verfasste Lohfink das Nachwort. Diese Übersetzung strebt eine so große Wörtlichkeit an, dass die Stichwortverkettung im deutschen Text oft nachvollziehbar ist.

Der Tod am Grenzfluß (1996)

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Hauptartikel

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Kanonische Exegese

Lohfinks Abschlussvorlesung 1996 in Sankt Georgen entfaltete das Programm einer Kanonischen Exegese. Sie löste elegant die Schwierigkeiten, die sich Erich Zenger in seinem Lehrbuch Einleitung in das Alte Testament 1995 damit eingehandelt hatte, dass er den Tanach und die Bibel aus Altem und Neuem Testament als jĂŒdischen und christlichen Kanon verglichen hatte. Die Reihenfolge der BĂŒcher war demnach als Leseanweisung zu verstehen. Zenger hatte einfach die modernen BĂŒcherarrangements der Biblia Hebraica Stuttgartensia und der EinheitsĂŒbersetzung einander gegenĂŒbergestellt. TatsĂ€chlich gab und gibt es im Judentum und Christentum viel mehr Arrangements der kanonischen Schriften.cite-ref-76[76]

Der Tod des Mose am Ende des Buchs Deuteronomium markiert nach Lohfink das Ende der Tora und zugleich den Beginn einer „nicht allein durch die Linie der Zeit bestimmte[n] VieldimensionalitĂ€t. 
 Hier im Kanon kann man sich zumindest von jedem Themenkomplex aus direkt auf den Textkomplex Tora zurĂŒckbeziehen, und die Tora ist jedem von ihnen gegenĂŒber unmittelbar.“cite-ref-77[77] Unterschiedliche BĂŒcherarrangements im Tanach und in der Septuaginta seien angesichts dieses Tora-Bezugs von geringerer Bedeutung. Auch das Neue Testament sei ein Kommentar zur Tora, aus christlicher Sicht: der definitive Kommentar. Die Evangelien seien wie die Tora der „Basistext mit Urgeschichtscharakter“, die weiteren neutestamentlichen Schriften ließen sich als Kommentare dieses Basistextes verstehen.cite-ref-78[78]

Veröffentlichungen (Auswahl)

‱ Das Hauptgebot. Eine Untersuchung literarischer Einleitungsfragen zu Dtn 5–11 (= Analecta Biblica, Band 20). Pontificio Instituto Biblico, Rom 1963.
‱ Das Siegeslied am Schilfmeer. Christliche Auseinandersetzungen mit dem Alten Testament. Knecht, Frankfurt am Main 1965.
‱ Bibelauslegung im Wandel. Ein Exeget ortet seine Wissenschaft. Knecht, Frankfurt am Main 1967.
‱ Kohelet (= Die Neue Echter Bibel). Echter, WĂŒrzburg 1980 (4. verĂ€nderte Neuauflage 1993).
‱ KirchentrĂ€ume: Reden gegen den Trend. Herder, Freiburg / Basel / Wien 1982. ISBN 3-451-19612-3.
‱ Das JĂŒdische am Christentum. Die verlorene Dimension. Herder, Freiburg / Basel / Wien 1987, 238 S.
‱ Der niemals gekĂŒndigte Bund. Exegetische Gedanken zum christlich-jĂŒdischen Dialog. Herder, Freiburg / Basel / Wien 1989. ISBN 3-451-21597-7.
‱ Studien zum Deuteronomium und zur deuteronomistischen Literatur, Band 1 (= Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, Band 8). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1990. ISBN 3-460-06081-6.
‱ Studien zum Deuteronomium und zur deuteronomistischen Literatur, Band 2 (= Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, Band 12). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1991. ISBN 3-460-06121-9.
‱ Studien zum Deuteronomium und zur deuteronomistischen Literatur, Band 3 (= Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, Band 20). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1995. ISBN 3-460-06201-0.
‱ Studien zum Deuteronomium und zur deuteronomistischen Literatur, Band 4 (= Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, Band 31). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2000. ISBN 3-460-06311-4.
‱ Studien zum Deuteronomium und zur deuteronomistischen Literatur, Band 5 (= Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, Band 38). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2005. ISBN 3-460-06381-5.
‱ Studien zu Kohelet (= Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, Band 26). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1998. ISBN 3-460-06261-4.
‱ Im Schatten deiner FlĂŒgel: Große Bibeltexte neu erschlossen. Herder, Freiburg / Basel / Wien 1999. ISBN 3-451-27176-1.

Norbert Lohfink war GrĂŒnder oder MitbegrĂŒnder der Reihen Stuttgarter Bibelstudien und Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, Mitherausgeber des Jahrbuchs fĂŒr Biblische Theologie und der Zeitschrift fĂŒr altorientalische und biblische Rechtsgeschichte.

Literatur

‱ Clemens Brodkorb: „Das Konzil ist zu Ende, aber seine Wirkungen werden das Leben der Kirche bestimmen“: Otto Semmelroth SJ und das Zweite Vatikanum im Spiegel seines Konzilstagebuchs. In: Katharina Krips et al. (Hrsg.): Aufbruch in der Zeit: Kirchenreform und europĂ€ischer Katholizismus. Kohlhammer, Stuttgart 2020, S. 415–432; besonders S. 430 Anm. 87: Biogramm Norbert Lohfink, vgl. Archiv der Deutschen Provinz der Jesuiten (ADPSJ) Abt. 68 Nr. 3502.
‱ Ludger Schwienhorst-Schönberger: Ein Exeget ortet seine Wissenschaft: Norbert Lohfink SJ zum 90. Geburtstag. In: Stimmen der Zeit 144 (2019), S. 17–27. (Online)
‱ Bernard M. Levinson: Legal Revision and Religious Renewal in Ancient Israel. Cambridge University Press, 2008, ISBN 978-0-521-51344-9, S. 129–32, doi:10.1017/cbo9780511499029 (cambridge.org).

Weblinks

‱ Literatur von und ĂŒber Norbert Lohfink im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Biographie und Bibliographie auf der Website der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen
‱ UniversitĂ€tsbibliothek TĂŒbingen: Digitalisierte Veröffentlichungen Norbert Lohfinks

Nachruf

‱ "In Memoriam Norbert Lohfink SJ," by Bernard M. Levinson. Society of Biblical Literature In Memoriam Archive. Retrieved 15 October 2024.

Anmerkungen

cite-note-11. ↑ Mit Gott – Ein ganzes Leben. Abgerufen am 17. September 2023.
cite-note-22. ↑ Gerhard Lohfink: Im Ringen um die Vernunft. Reden ĂŒber Israel, die Kirche und die EuropĂ€ische AufklĂ€rung. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2016, S. 497.
cite-note-33. ↑ Mit Gott – Ein ganzes Leben. Abgerufen am 21. September 2023. Vgl. in den Frankfurter AdressbĂŒchern 1928 „Lohfink, Franz, Eisenb. Maschinenschlosser, Philipp Fleck-Str. 25“ (Digitalisat) und 1943 „Lohfink, Franz, Res. LokfĂŒhrer, Philipp Fleck-Str. 7“ (Digitalisat)
cite-note-44. ↑ Gerhard Lohfink: Im Ringen um die Vernunft. Reden ĂŒber Israel, die Kirche und die EuropĂ€ische AufklĂ€rung. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2016, S. 498. Zum Namen der Schwester vgl. Gerhard Lohfink: Gegen die Verharmlosung Jesu. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2013, S. 429.
cite-note-55. ↑ Norbert Lohfink: Gedanken zur Hundertjahrfeier einer Großstadtgemeinde. Vortrag in Sankt Gallus, Frankfurt am Main, am 6. Oktober 2003. (Download)
cite-note-66. ↑ Gerhard Lohfink: Gegen die Verharmlosung Jesu. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2013, S. 429.
cite-note-schwienhorst-sch-nberger-77. ↑ Ludger Schwienhorst-Schönberger: Ein Exeget ortet seine Wissenschaft: Norbert Lohfink SJ zum 90. Geburtstag, 2019, S. 23.
cite-note-brodkorb-biogramm-88. ↑ Clemens Brodkorb: „Das Konzil ist zu Ende, aber seine Wirkungen werden das Leben der Kirche bestimmen“, Stuttgart 2020, S. 430 Anm. 87.
cite-note-99. ↑ Sebastian GĂ©rard Kirschner: Ein Volk aus göttlicher ErwĂ€hlung: Die Gottesvolk-Theologie Gerhard von Rads in ihrer Zeit und in ihrer Bedeutung fĂŒr die Ekklesiologie des 2. Vatikanischen Konzils. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2016, S. 69 Anm. 21.
cite-note-1010. ↑ Kardinal Augustin Bea – Interview der Historischen Bibliothek Rastatt mit P. Norbert Lohfink SJ am 16. August 1997 In: Hans Heid (Hrsg.): Augustin Bea 1881–1968: Über Leben, Person und Werk eines badischen Kardinals. Eine Ausstellung der Historischen Bibliothek der Stadt Rastatt vom 12. Dezember 1997 bis zum 28. Februar 1998: Begleitbuch zur Ausstellung (= Stadt Rastatt, Stadtgeschichtliche Reihe 7/1). Rastatt 2000, S. 501–528, hier S. 509–511.
cite-note-1111. ↑ Norbert Lohfink: Kohelet ĂŒbersetzen. Bericht aus einer Übersetzungswerkstatt. In: Studien zu Kohelet, Stuttgart 1998, S. 259-290, hier S. 262.
cite-note-1212. ↑ Norbert Lohfink: Studien zum Deuteronomium und zur deuteronomistischen Literatur, Band 1, Stuttgart 1990, S. 7 und 15.
cite-note-1313. ↑ Zur Bedeutung Gerhard von Rads fĂŒr Lohfink in dieser Zeit vgl. sein RĂŒckblick in: Zur Eröffnung der Akademie fĂŒr die Theologie des Volkes Gottes in der Villa Cavalletti bei Rom am 25. Oktober 2003. Grußwort, gedruckt erschienen im Tagesprogramm. (Download): „Als ich Alttestamentler wurde, war der große Mann in unserer Wissenschaft ein Heidelberger Gelehrter namens Gerhard von Rad. Ich hatte besonders viel mit seinen Schriften zu tun, denn ich schrieb meine Doktorarbeit ĂŒber das Buch Deuteronomium, und Gerhard von Rad hatte seine wissenschaftliche Laufbahn im Jahre 1929 mit einem wunderbaren und einflußreichen Buch begonnen: ‚Das Gottesvolk im Deuteronomium‘.“
cite-note-1414. ↑ Sebastian GĂ©rard Kirschner: Ein Volk aus göttlicher ErwĂ€hlung: Die Gottesvolk-Theologie Gerhard von Rads in ihrer Zeit und in ihrer Bedeutung fĂŒr die Ekklesiologie des 2. Vatikanischen Konzils. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2016, S. 69; vgl. Norbert Lohfink: Das Hauptgebot. Eine Untersuchung literarischer Einleitungsfragen zu Dtn 5–11, 1963, S. 11.
cite-note-1515. ↑ Norbert Lohfink: Biblische Neubesinnung in den Jahren des Konzils. In: Bibel und Kirche 19 (1964), S. 70–74, hier S. 70. (Download)
cite-note-1616. ↑ Otto Semmelroth SJ, Maximilian Zerwick SJ: Vatikanum II ĂŒber das Wort Gottes. Die Konstitution „Dei verbum“: EinfĂŒhrung und Kommentar, Text und Übersetzung (= Stuttgarter Bibelstudien, 16). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1966, S. 10.
cite-note-1717. ↑ Interventi Centenario 7 maggio 2009. Abgerufen am 23. September 2023.
cite-note-1818. ↑ Sebastian GĂ©rard Kirschner: Ein Volk aus göttlicher ErwĂ€hlung: Die Gottesvolk-Theologie Gerhard von Rads in ihrer Zeit und in ihrer Bedeutung fĂŒr die Ekklesiologie des 2. Vatikanischen Konzils. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2016, S. 67–69, Zitat Congar: S. 68 Anm. 14. Vgl. Giuseppe Ruggieri: Der schwierige Abschied von der kontroverstheologisch geprĂ€gten Ekklesiologie. In: Giuseppe Ruggieri, Klaus Wittstadt (Hrsg.): Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils (1959–1965). Band 2. GrĂŒnewald, Mainz und Peeters, Leuven 2000, S. 331–419.
cite-note-1919. ↑ Paul-Gerhard MĂŒller: EinheitsĂŒbersetzung. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995, Sp. 551.
cite-note-2020. ↑ Norbert Lohfink: Zwanzig Jahre EinheitsĂŒbersetzung der Bibel. In: Der Sprachdienst 6 (2001), S. 224–231, hier S. 224. (Download)
cite-note-2121. ↑ Norbert Lohfink: Zwanzig Jahre EinheitsĂŒbersetzung der Bibel. In: Der Sprachdienst 6 (2001), S. 224–231, hier S. 225.
cite-note-2222. ↑ Norbert Lohfink: Zwanzig Jahre EinheitsĂŒbersetzung der Bibel. In: Der Sprachdienst 6 (2001), S. 224–231, hier S. 226.
cite-note-2323. ↑ Adrian Schenker: 2.1.3.8.5.1 Hebrew Old Testament Text Project. In: Textual History of the Bible. Brill, 7. Oktober 2020 (brillonline.com [abgerufen am 23. September 2023]). ; Dominique BarthelĂ©my: Studies in the Text of the Old Testament. An Introduction to the Hebrew Old Testament Text Project (= Textual Criticism and the Translator, 3). Eisenbrauns, Winona Lake 2012, S. 84.
cite-note-2424. ↑ Norbert Lohfink: Kohelet ĂŒbersetzen. Bericht aus einer Übersetzungswerkstatt. In: Studien zu Kohelet, Stuttgart 1998, S. 259-290, hier S. 265.
cite-note-2525. ↑ Norbert Lohfink: Kohelet ĂŒbersetzen. Bericht aus einer Übersetzungswerkstatt. In: Studien zu Kohelet, Stuttgart 1998, S. 259-290, hier S. 266-269.
cite-note-2626. ↑ Norbert Lohfink: Kohelet ĂŒbersetzen. Bericht aus einer Übersetzungswerkstatt. In: Studien zu Kohelet, Stuttgart 1998, S. 259-290, hier S. 263 f.
cite-note-2727. ↑ Vgl. ausfĂŒhrlich hierzu: Norbert Lohfink: Das Koheletbuch: Strukturen und Struktur. In: Ludger Schwienhorst-Schönberger (Hrsg.): Das Buch Kohelet: Studien zur Struktur, Geschichte, Rezeption und Theologie (= Beihefte zur Zeitschrift fĂŒr die Alttestamentliche Wissenschaft, 294). De Gruyter, Berlin 1997, S. 39–121. (Download)
cite-note-2828. ↑ Norbert Lohfink: Kohelet ĂŒbersetzen. Bericht aus einer Übersetzungswerkstatt. In: Studien zu Kohelet, Stuttgart 1998, S. 259-290, hier S. 260.
cite-note-2929. ↑ Norbert Lohfink: Kohelet ĂŒbersetzen. Bericht aus einer Übersetzungswerkstatt. In: Studien zu Kohelet, Stuttgart 1998, S. 259-290, hier S. 261.
cite-note-3030. ↑ Norbert Lohfink: Studien zu Kohelet, Stuttgart 1998, S. 8.
cite-note-3131. ↑ Vgl. auch die Rezension von Robert Oberforcher in: Zeitschrift fĂŒr katholische Theologie 104 (1982), S. 81 f.
cite-note-3232. ↑ Norbert Lohfink: Studien zu Kohelet, Stuttgart 1998, S. 11.
cite-note-3333. ↑ Rezension von Luis Alonso Schökel in: Biblica 64 (1983), s. 287-289, Zitat S. 289.
cite-note-341. STATIONEN: SeelenfĂ€nger – Verrat im Namen des Herrn: Die Integrierte Gemeinde. Abgerufen am 21. September 2023. z. B. min. 01:36.
cite-note-3535. ↑ Die Selbstbezeichnung war in den 1970er und 1980er Jahren Integrierte Gemeinde (so auch in den hier zitierten Quellen), seit den 1990er Jahren dann Katholische Integrierte Gemeinde.
cite-note-3636. ↑ Vgl. beispielsweise Michael Winter: In der Mitte der Kirche. Warum die Integrierte Gemeinde neu ins Blickfeld gerĂŒckt ist. In: Herder Korrespondenz 62 (2008), S. 38–44. (Online)
cite-note-3737. ↑ Traudl Wallbrecher (Hrsg.): Die Integrierte Gemeinde. Christliche Existenz in einer sĂ€kularen Welt. BeitrĂ€ge zur Reform der Kirche. Institut fĂŒr theologische Forschung und Bildung, Urfeld 1976, S. 180.
cite-note-3838. ↑ Traudl Wallbrecher (Hrsg.): Die Integrierte Gemeinde. Christliche Existenz in einer sĂ€kularen Welt. BeitrĂ€ge zur Reform der Kirche. Institut fĂŒr theologische Forschung und Bildung, Urfeld 1976, S. 181.
cite-note-3939. ↑ Traudl Wallbrecher (Hrsg.): Die Integrierte Gemeinde. Christliche Existenz in einer sĂ€kularen Welt. BeitrĂ€ge zur Reform der Kirche. Institut fĂŒr theologische Forschung und Bildung, Urfeld 1976, S. 210.
cite-note-4040. ↑ Norbert Lohfink: Die kleingewordenen Konvente und das biblische Prinzip der kleinen Zahl. In: Die beiden TĂŒrme. Niederaltaicher Rundbrief 37 (2001), S. 66-81. (Download)
cite-note-4141. ↑ Hier zitiert nach: Benjamin Leven, Lucas Wiegelmann: Der Gottesbeweis. Die fragwĂŒrdigen Praktiken der Integrierten Gemeinde und die Nachsicht der Kirche. In: Herder Korrespondenz 74 (November 2020), S. 13–18, hier S. 14.
cite-note-4242. ↑ Traudl Wallbrecher (Hrsg.): Die Integrierte Gemeinde. Christliche Existenz in einer sĂ€kularen Welt. BeitrĂ€ge zur Reform der Kirche. Institut fĂŒr theologische Forschung und Bildung, Urfeld 1976, S. 321.
cite-note-4343. ↑ Heribert Schmitz: Der PĂ€pstliche Rat fĂŒr die Laien und die internationalen Vereinigungen von GlĂ€ubigen. In: Archiv fĂŒr katholisches Kirchenrecht 173 (2004), S. 462–475, hier S. 47 f.
cite-note-4444. ↑ Vgl. Ursula Nothelle-Wildfeuer: Kirche im Kontrast oder Kirche in der Welt? Zur Grundlegung und Eigenart christlicher Weltverantwortung. In: MĂŒnchener Theologische Zeitschrift 43 (1992), S. 347–366, hier S. 349. (Download)
cite-note-4545. ↑ David Seeber: Kontrastgesellschaft. In: Herder Korrespondenz 38/2 (1984), S. 49–51, Zitat S. 51.
cite-note-4646. ↑ Gerhard und Norbert Lohfink: „Kontrastgesellschaft“: Eine Antwort an David Seeber. In: Herder Korrespondenz 38/4 (1984), S. 189–192, hier S. 190.
cite-note-4747. ↑ Gerhard und Norbert Lohfink: „Kontrastgesellschaft“: Eine Antwort an David Seeber. In: Herder Korrespondenz 38/4 (1984), S. 189–192, hier S. 190 f.
cite-note-4848. ↑ Gerhard und Norbert Lohfink: „Kontrastgesellschaft“: Eine Antwort an David Seeber. In: Herder Korrespondenz 38/4 (1984), S. 189–192, hier S. 191.
cite-note-4949. ↑ deutschlandfunk.de: Katholische Integrierte Gemeinde – Verdacht auf geistlichen Missbrauch. Abgerufen am 28. September 2023.
cite-note-5050. ↑ Norbert Lohfink: Zur Eröffnung der Akademie fĂŒr die Theologie des Volkes Gottes in der Villa Cavalletti bei Rom am 25. Oktober 2003. Grußwort, gedruckt erschienen im Tagesprogramm. (Download)
cite-note-5151. ↑ Erzbischöfliches Ordinariat MĂŒnchen: Verein ohne Mitglieder und Leitungsorgane / Visitatoren veröffentlichen Stellungnahme. Abgerufen am 21. September 2023.
cite-note-5252. ↑ Norbert Lohfink: Studien zur biblischen Theologie (= Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, 16). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1993, S. 50.
cite-note-5353. ↑ Norbert Lohfink: Der weiße Fleck in Dei Verbum, Artikel 12. In: Trierer Theologische Zeitschrift 101 (1992), S. 20–35, hier S. 20. (Download)
cite-note-5454. ↑ Ursula Silber: „Das Eingeklammerte beten wir nicht mit“!? Zur Problematik der „Feindpsalmen“ in der christlichen Rezeption. Vortrag 2010, S. 2, Fußnote 4. (PDF; 422 kB).
cite-note-5555. ↑ Norbert Lohfink: Studien zur biblischen Theologie (= Stuttgarter Biblische AufsatzbĂ€nde, 16). Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1993, S. 50 f.
cite-note-5656. ↑ Als Datenbank online: AnaBiDeut.
cite-note-5757. ↑ Braulik Georg OSB. Abgerufen am 20. September 2023.
cite-note-5858. ↑ Norbert Lohfink SJ. In: www.jesuiten.org. Abgerufen am 1. April 2022.
cite-note-5959. ↑ P. Norbert Lohfink SJ in MĂŒnchen verstorben. 24. September 2024, abgerufen am 24. September 2024 (deutsch).
cite-note-6060. ↑ Norbert Lohfink: Die deuteronomistische Darstellung des Übergangs der FĂŒhrung Israels von Moses auf Josue: Ein Beitrag zur alttestamentlichen Theologie des Amtes. In: Scholastik 37 (1962), S. 32-44, wieder abgedruckt in: Studien zum Deuteronomium und zur deuteronomistischen Literatur, Band 1, Stuttgart 1990, S. 83-88, Zitat S. 83.
cite-note-6161. ↑ Otto Kaiser: Lohfink, Norbert S. J.: Das Hauptgebot (Rezension). In: Theologische Literaturzeitung 92 (1967), S. 751–754. (Digitalisat)
cite-note-6262. ↑ Dominik Markl: Gottes Volk im Deuteronomium (= Beihefte zur Zeitschrift fĂŒr Altorientalische und Biblische Rechtsgeschichte, 18). Harrassowitz, Wiesbaden 2014, S. 5 f.
cite-note-6363. ↑ Vorlesung im PĂ€pstlichen Bibelinstitut Rom, 1962.
cite-note-6464. ↑ Norbert Lohfink: Das Siegeslied am Schilfmeer. Christliche Auseinandersetzungen mit dem Alten Testament. Knecht, Frankfurt am Main 1965, S. 127.
cite-note-6565. ↑ Vortrag auf der Thomasakademie der Hochschule Sankt Georgen, 1964. Erstveröffentlichung unter dem Titel: Über die Irrtumslosigkeit und die Einheit der Schrift in: Stimmen der Zeit 174 (1964), S. 161–181. Die am 18. November 1965 verkĂŒndete dogmatische Konstitution Dei verbum befasst sich in Kapitel 3 mit der Frage der biblischen Wahrheit (so die positive Formulierung, wohingegen die traditionelle negative Formulierung der biblischen Irrtumslosigkeit im Konzilstext zurĂŒcktritt). Lohfink veröffentlichte zeitnah seine „Randglossen“ zu diesem Konzilstext: Die Wahrheit der Bibel und die Geschichtlichkeit der Evangelien: Erste Randglossen zur dogmatischen Konstitution Dei Verbum. In: Orientierung 29 (1965), S. 254-256. (Download)
cite-note-6666. ↑ Norbert Lohfink: Das Siegeslied am Schilfmeer. Christliche Auseinandersetzungen mit dem Alten Testament. Knecht, Frankfurt am Main 1965, S. 66.
cite-note-6767. ↑ Norbert Lohfink: Das Siegeslied am Schilfmeer. Christliche Auseinandersetzungen mit dem Alten Testament. Knecht, Frankfurt am Main 1965, S. 67. Vgl. Ludger Schwienhorst-Schönberger: Ein Exeget ortet seine Wissenschaft: Norbert Lohfink SJ zum 90. Geburtstag, 2019, S. 21.
cite-note-6868. ↑ Erstveröffentlichung unter dem Titel: Methoden der Schriftauslegung unter besonderer BerĂŒcksichtigung der das Judentum betreffenden Schriftstellen. In: Clemens Thoma (Hrsg.): Judentum und christlicher Glaube: Zum Dialog zwischen Christen und Juden. Klosterneuburger Buch- und Kunstverlag, Wien 1965, S. 19–41.
cite-note-6969. ↑ Norbert Lohfink: Bibelauslegung im Wandel, Frankfurt am Main 1967, S. 217. Vgl. Ludger Schwienhorst-Schönberger: Ein Exeget ortet seine Wissenschaft: Norbert Lohfink SJ zum 90. Geburtstag, 2019, S. 25.
cite-note-7070. ↑ Norbert Lohfink: Bibelauslegung im Wandel, Frankfurt am Main 1967, S. 220.
cite-note-7171. ↑ Norbert Lohfink: Bibelauslegung im Wandel, Frankfurt am Main 1967, S. 232.
cite-note-7272. ↑ Norbert Lohfink: Bibelauslegung im Wandel, Frankfurt am Main 1967, S. 236.
cite-note-7373. ↑ Begegnung mit den Vertretern der jĂŒdischen Gemeinden (Mainz, 17. November 1980) | Johannes Paul II. Abgerufen am 18. September 2023.
cite-note-7474. ↑ Ludger Schwienhorst-Schönberger: Ein Exeget ortet seine Wissenschaft: Norbert Lohfink SJ zum 90. Geburtstag, 2019, S. 26.
cite-note-7575. ↑ Norbert Lohfink: Psalmengebet und Psalterredaktion. In: Archiv fĂŒr Liturgiewissenschaft 34 (1992), S. 1-22. (Download)
cite-note-7676. ↑ Vgl. Rudolf Mosis: Eine neue Einleitung in das Alte Testament und das christlich-jĂŒdische GesprĂ€ch. In: Trierer Theologische Zeitschrift 106 (1997), S. 233–240
cite-note-7777. ↑ Norbert Lohfink: Der Tod am Grenzfluß. Moses unvollendeter Auftrag und die Konturen der Bibel. In: Ders., Im Schatten deiner FlĂŒgel. Große Bibeltexte neu erschlossen. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1999, S. 11–28, hier S. 20.
cite-note-7878. ↑ Norbert Lohfink: Der Tod am Grenzfluß. Moses unvollendeter Auftrag und die Konturen der Bibel. In: Ders., Im Schatten deiner FlĂŒgel. Große Bibeltexte neu erschlossen. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1999, S. 11–28, hier S. 24–26.